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Ambassadorenkrippe - Ochs und Esel sind dabei und wer sonst noch?

Datum: So, 05.01.25 16:45 - 17:45
Veranstaltungsort:
Hauptgasse 75, 4500 Solothurn, Sakristan der Jesuitenkirche
Rubrik: Wissen, Informatik & Umwelt
Ambassadorenkrippe - Ochs und Esel sind dabei und wer sonst noch?
Beschreibung: Am Sitz des französischen «Basidors» übertrumpften sich die patrizischen Damen und Herren mit Modespielereien. So wurde auch die bisher bescheidene Darstellung der Weihnachtsszene in die üppige Mode des Hochbarocks und des Rokoko versetzt. Deshalb ist die bezaubernde Krippe ein in der Schweiz einmaliges Ensemble, ein Dokument solothurnischer Kulturgeschichte. Jede der ca. 60 Figuren besitzt einen erstaunlich lebensecht wirkenden Wachskopf mit individuellen Gesichtszügen, echtem Haar und Glasaugen. Die Herstellung der Wachsköpfe und -figuren war einst ein blühender Zweig des Kunstschaffens der Klosterfrauen zu St. Josef. Alle Interessierten können sich in die Rokoko-Barock Zeit versetzen lassen und erfahren mehr zur intakten Symbolik der Krippe und zur Bedeutung von Weihnachten.

Gotteskinder gibt es in vielen Religionen. Auf alten Darstellungen ist das Kind nur mit Ochs und Esel zu sehen. Weshalb sind die Tiere so wichtig? Weshalb gehört ein Hirsch in die Krippe? Die weissen Schafe und die Hirten kommen in der Bibel immer wieder vor. Gott ist der Hirt des Volkes Israel. Im 18. Jhdt. werden drei Könige und eine Königin dargestellt. Die Königin von Saba kam aus dem Morgenland, um König Salomon zu sehen. Sie ist bei Juden, Araber und Christen bekannt. In den frühesten Darstellungen wurden die drei Könige als Mitraspriester dargestellt. Was hat das Christentum alles aus dem Mitraskult übernommen und wie wurden die Weisen zu Königen? Nicht nur die Könige sind auf bestimmte Art dargestellt, auch ihre Geschenke symbolisieren Jesus als König, als Gott und als Heiler.

Das Geschehen vor 2000 Jahren wird aber kritisch beleuchtet. Sollte man je in die Zeit zurückreisen können, dann würde man sicher keinen Stall, keinen Ochsen und keinen Esel finden, denn sie waren gar nicht dabei. Doch wichtig ist die Symbolik. Hätte der Evangelist Lukas diese Geschichte nicht aufgeschrieben, gäbe es keinen Christbaum, keine Geschenke, keine leuchtenden Kinderaugen. Eine Führung, die verzaubert.
CHF 10.00 pro Person
Quelle: guidle.com
Veranstalter: Kulturhistorische Führungen und Tafelfreuden
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